
Die Umwelt-AG der Schule findet in diesem ökologisch wertvollen Raum ein reiches Betätigungsfeld: Ein grünes Klassenzimmer, ein faszinierender Giftgarten und eine bunte Blumenwiese, Nistkästen für Vögel und Fledermäuse im Wäldchen, ein Wildbienenhaus, die aktive Hilfe bei der alljährlichen Krötenwanderung zum Schlossweiher und die Pflege einer naturnahen Fischbrut sind nur Beispiele für das ökologische Engagement der Lehrer- und Schülerschaft.

„Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren.“ Maria Montessori
Bereits 1655 wurde der Hagerhof erstmals erwähnt, als eins der bedeutendsten Güter in Menzenberg. Das barocke Gebäude wurde später von der Kaufmannsfamilie Farina bewohnt, deren italienische Vorfahren das ursprüngliche „Kölnisch Wasser“ erfunden hatten. 1854 erwarb die Elberfelder Fabrikantenfamilie Weyermann das Anwesen und ließ es vom gründerzeitlichen Star-Architekten Oppler nach dem Vorbild eines englischen Landsitzes umbauen. So entstand die reizvolle weitläufige Anlage, wie sie sich heute noch präsentiert: ein burgartiges Herrenhaus aus Bruchsteinmauerwerk im Stil der englischen Gotik – „Harry Potter lässt grüßen“. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich ein weiteres architektonisches Kleinod: das Reitergut Limpich mit seiner anmutigen Jugendstil-Reithalle.
Der Hagerhof und das benachbarte Haus Parzival bildeten im ausgehenden 19. Jahrhundert den Treffpunkt von Gelehrten, Musikern und Dichtern der Rheinromantik, wie Karl Simrock, die Gebrüder Grimm und Ferdinand Freiligrath. 1896 verweilte hier Johannes Brahms nach der Beerdigung von Clara Schumann; ihm zu Ehren veranstaltete man damals ein Kammermusikfest – just in den Räumlichkeiten, in denen sich heute die jungen Talente der Schule zum Musizieren treffen.
Umgeben ist das Schloss von einem herrlichen, 60.000 qm großen Park mit alten Bäumen und einem kleinen natürlichen Bachlauf. Das Gelände rund um den Seerosenteich ist gleichzeitig Ruheinsel und Ort für vielerlei Aktivitäten.