Projekte

Der Projektunterricht und das fächerübergreifende Arbeiten in der Mittelstufe haben am Schloss Hagerhof Tradition. Sie führen die selbsttätige Freie Arbeit in der Orientierungsstufe – dem Kernstück der Montessori-Pädagogik – mit anderen Mitteln fort. Wir gehen hierbei von der Überlegung und der Erfahrung aus, dass Jugendliche etwa ab der Klasse 7 ein großes Interesse daran haben, lebensweltlich relevante, somit aktuelle Problemstellungen kennen zu lernen und in offenen Unterrichtsformen zu erarbeiten.

Die konkrete Arbeit reicht von jeweils fachspezifischen Aufgabenstellungen zu einem Thema, die die Schüler*innen bearbeiten bis hin zu echten Projekten, die einmalig durchgeführt werden und in der Erstellung eines außergewöhnlichen Produktes enden.

Die Themenauswahl, Aufgabenstellung und Materialien können von Jahr zu Jahr wechseln. Manche haben sich aber so gut bewährt, dass sie häufiger durchgeführt werden. Seit vier Jahren haben wir uns entschieden die einzelnen Themenstellungen an drei großen Längsschnittthemen zu orientieren, die in jeder Jahrgangsstufe Basis der konkreten Themenwahl sind:

  • „Europa und Wir – Wir in Europa“
  • „Leben im Hier und Jetzt: nachhaltig und sozial“
  • „Die eigene Zukunft gestalten: Chancen erkennen, Gefahren sehen“

Hierdurch werden die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten der jüngeren Schüler*innen in den nachfolgenden Klassen wieder aufgegriffen und gefestigt. Diese spiralförmige Anordnung hat sich bewährt und einer unzusammenhängenden Themenwahl vorgebeugt.

Diese Form des fächerverbindenden, projektorientierten Unterrichtsverfahrens erfordert einen großen planerischen Vorlauf, denn zu Beginn eines neuen Schuljahres müssen die Themen und Zeiträume festgelegt werden. Dieses leisten die Teams der gymnasialen Mittelstufe und der Realschule unter Berücksichtigung der Schülerwünsche und nach Rücksprache mit allen Lehrkräften.

Die konkrete und zeitnahe Planung wird von Projektmanager*innen vorgenommen. Diese koordinieren die Arbeit der Kolleg*innen und der Klassen im Vorfeld eines Projektes, betreuen die Durchführung und überprüfen später die Ergebnisse.

Wir haben uns organisatorisch seit Jahren entschieden, keine festen Zeitblöcke – etwa feste Nachmittage oder Projektwochen am Ende des Schuljahres – als Arbeitszeiten auszuweisen. Stattdessen wählten wir den Ansatz eines variablen Stundenplanes, d.h. wenn zu einem Zeitpunkt im Schuljahr ein Projektthema bearbeitet werden soll, stellen die beteiligten Fächer ihre Stunden für diesen Zeitraum zur Verfügung. Somit wechselt die Arbeitszeit von Projektthema zu Projektthema.

Im Folgenden sehen Sie die Übersicht über die im laufenden Schuljahr geplanten Vorhaben: