Projekte werden auf dem Markt der Möglichkeiten vorgestellt

Heute lassen wir hier unsere Schüler:innen zu Wort kommen. Malte, Jan-Eric, Hanna, Olivia, Jette, Adrian, Karl Friedrich und Hans-Magnus haben in den vergangenen Tagen unsere Projektwoche dokumentiert. Es entstanden Bilder, Texte und Videos:

Die Projektwoche geht vom 20. Juni bis 23. Juni 2023. Unser diesjähriges Thema ist Nachhaltigkeit. Dazu wurden 50 Gruppen erstellt. Wie zum Beispiel „Nachhaltiges Frühstück“, „FastFood mal anders“, Stolpersteine reinigen“, „Nikotinkonsum und seine Auswirkungen“. Die meisten dieser Projekte wurden von der Oberstufe vorgeschlagen und mit Hilfe der Fachlerer:innen geplant. Die Schüler:innen konnten sich eine Woche zuvor über einen Teams-Link einwählen. Jede/r hatte drei Auswahlmöglichkeiten. Die Stimmen wurden ausgewertet und dann wurde jede/r nach Möglichkeit in die Erst-, Zweit- oder Drittwahl eingeteilt. Der Sinn der Projektwoche ist, dass die Gruppen sich für die Nachhaltigkeit einsetzen und darüber informieren. Wenn sie das geschafft haben, haben sie das Projekt abgeschlossen.

Am Ende der Woche wurden die Projekte erst in der Klasse und hinterher der ganzen Schule vorgestellt. Die Gruppe des gesunden Frühstücks machte Essen, das so wenig wie möglich Kalorien hat und zudem noch lecker und gesund beim Frühstück ist, damit man eine ausgewogene Mahlzeit hat. Die Gruppe der Kräuterspirale führte das Projekt fort (erweitert es), zupften Unkraut und richteten eine Sitzecke ein. Sie haben schon letztes Jahr am Projekt gearbeitet. Außerdem wurde in der Aula das Humanitäre Planspiel veranstaltet. Hier ging es um das Thema „Klimawandel“. Die Idee kommt von den Schüler:innen aus der Oberstufe und wird von Hagerhof-Lehrer Joachim Harting betreut.

 

Die Strick-Gruppe hat Sachen gestrickt, Stoffsachen umgenäht und aufgebessert. Eine Gruppe baute aus alten Plastikflaschen Vogelhäuser und hängt diese dann auf der Insel Grafenwerth auf, damit die Vögel ein neues Zuhause haben. Bei Projekten wie „Nachhaltiger Fußball“ werden Fußball-Utensilien aus Müll gebaut. Es gibt auch ein Projekt, welches die alten Sachen der Schule oder von Leuten wiederverwendet und repariert. Diese Projekte heißen zum Beispiel „Upcycling von Stühlen“ oder „Repair-Café“. Ein weiteres Projekt ist die „Give-away-box“. Bei diesem Projekt werden Boxen mit Dingen, die man nicht mehr braucht, gefüllt und dann können andere, die sie brauchen, diese Dinge aus der Box nehmen.

Die Inspiration der Woche sind die 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs – Sustainable Develeopment Goals) der Vereinten Nationen. Eins der wichtigsten Umweltziele ist es, den Müll aus der Umwelt zu entfernen. Dies hat eine Projektgruppe vorgenommen. Sie gingen durch den Wald und sammelten den Müll, danach wurde er entsorgt.

Es gibt auch Projekte, die etwas für die Schule machen. „Pimp your Bibi“ ist eines der Projekte. Sie machen Kissen für die Bibi, restaurieren und bauen neue Möbel aus alten Resten. Ein weiteres Projekt ist „Nachhaltige Kunst“. Bei diesem Projekt werden Bilder abgemalt und mit Müll verziert. Zum Beispiel alte Deoflaschen und andere Dosen.

Ein sehr beliebtes Projekt ist „Faires Nutella“. Dort sind die Schüler:innen am ersten Tag einkaufen gegangen, um ihre Zutaten fürs Nutella zu besorgen. An den anderen zwei Tagen haben sie das Nutella hergestellt und in Gläser abgefüllt.

In einem Interview wurde der Projektleiter von dem nachhaltigen Nutella interviewt. Warum er das Projekt unterstützt hat? Wir haben herausgefunden, dass er laktoseintolerant ist und etwas Nachhaltiges machen wollte. Der Projektleiter wollte Kindern mit Laktoseintoleranz die Möglichkeit geben, auch mal Nutella zu essen ohne Nebenwirkungen zu haben. Er hatte dies auch schon mal mit seinen Nichten mit einem Thermomix probiert. Der jedoch lief heiß und war nach diesem Versuch leider kaputt. Mit einem älteren Gerät konnte man die Haselnüsse entsprechend zerkleinern – diese Maschine ging bei dem Versuch nicht kaputt. Es gab sehr viele Leute, die sich bereit erklärten, Gläser zu spenden, um das Nutella aufzubewahren. Die Kosten für die Zutaten betrugen 300 Euro. In dem Nutella waren diese Zutaten: Butter, Haselnüsse, Puderzucker, Kakaopulver, Salz, Margarine, Milch und Schokolade. Der Gewinn wird zu 100 Prozent an einer Organisation gespendet, welche den Regenwald wieder aufforstet. Zudem bekommt das Nutella ein Etikett, wo draufsteht, dass der Regenwald nicht dafür geforstet werden muss. Alle Zutaten sind Fairtrade, die meisten davon sind auch noch Bio, der Puderzucker jedoch ist weder Fairtrade noch Bio, das möchte die Nutella-Gruppe jedoch noch verändern. Es gab fünf verschiedene Rezepte, von diesen fünf konnte man sich eines aussuchen. Es gab sogar ein spezielles Nutella, das nicht mit Kakao, sondern mit weißer Kakaobutter hergestellt wurde.

Bei der Projektwoche wurden sehr viele tolle Projekte umgesetzt und es wurden auch tolle Ergebnisse vorgestellt.

Text und Fotos: Malte, Jan-Eric, Hanna, Olivia, Jette, Adrian, Karl Friedrich und Hans-Magnus

 

Auf unserem Markt der Möglichkeiten wurden heute alle Projekte vorgestellt. Hier ein paar Impressionen: